Junge Bühne im RWE-Kraftwerk

500 Kinder erleben Kammermusik auf höchstem Niveau

Schulklasse stellt eigenes Musikprojekt vor

Yasunori Kawahara und Lars Vogt




„Konzerte für Kinder sind mir genauso wichtig wie Erwachsenenkonzerte...“ betont Lars Vogt als Festivalbegründer und künstlerischer Leiter. In hochkarätiger Besetzung begeisterten bereits in den Anfängen des Festivals die beiden Klassiker “Der Karneval der Tiere“ und „Peter und der Wolf“ mit Klaus Maria Brandauer und Konrad Beikircher als Erzähler ein Kraftwerk voller Kinder. Inzwischen gehört ein Werkstattkonzert speziell für ein junges Publikum fest zum Programm. Festival-Musiker/innen sorgen für eine Erstbegegnung mit klassischer Musik in ungewöhnlicher Atmosphäre: Fünfhundert Kinder erleben Kammermusik auf höchstem Niveau in einer Kathedrale der Technik mitten in der Eifelidylle.

Auf der Bühne zwischen historischen Generatoren entsteht eine geballte kreative Energie voll Spiel- und Experimentierfreude. Zu Beginn des Konzertes überlassen die SPANNUNGEN-Musiker/innen die Bühne ihren jungen „Kollegen“: Schüler/innen stellen ihr eigenes engagiertes Musikprojekt vor und beteiligen dabei das gesamte Publikum. Anschließend treten die Festival-Musiker/innen auf und lassen den Funken überspringen. Lars Vogt führt locker durch das Programm und bringt Musiker und Publikum ins Gespräch. „Wir möchten die Kinder mit der Musik berühren“ betont der Geiger Christian Tetzlaff und spricht damit für alle Kolleginnen und Kollegen, die ihre Begeisterung mit den Kindern teilen möchten.

Als Hauptsponsor des Kammermusikfestes fördert RWE das Jugendkonzert bei SPANNUNGEN von Anfang an. RWE bringt die 500 Kinder aus Kreis-Dürener Schulen mit Bussen zum Jugendkonzert zum Kraftwerk in die Eifel, denn es geht sowohl Lars Vogt als auch RWE nicht allein um die eingefleischten Klassikliebhaber. Ganz allgemein sollen junge Menschen die Chance bekommen, diese spannende Musik zu erleben. Es ist ein gemeinsames Anliegen des Kunstfördervereins und RWE, Schüler mit den Künstlern und der Musik zusammen zu bringen.

Dag JensenKlassik im Klassenzimmer
Lars Vogt hat 2006 das vielfach ausgezeichnete Klassik-Projekt „Rhapsody in School“ initiiert, dem sich inzwischen rund 200 Weltklasse-Musiker/innen angeschlossen haben, darunter die meisten der SPANNUNGEN-Musiker/innen. Sie engagieren sich ehrenamtlich und besuchen rund um ihre Konzerte Schulklassen, um dort für die Kinder zu spielen und ihnen im direkten persönlichen Kontakt die Begeisterung für ihre Musik zu vermitteln. Auch während der Festival-Woche in Heimbach suchen Musiker/innen die Lücke im Probenplan und besuchen Schulklassen der nahen Umgebung.

Jugend-Projekt-Tag
In jedem Jahr sind 25 Jugendliche ab 16 Jahren eingeladen, einen ganzen Tag lang das Festival aus der Nähe kennen zu lernen. Sie blicken hinter die Kulissen und besuchen den Ü-Wagen, Proben und eine Konzerteinführung, um dann abends ein Konzert im Kraftwerk zu erleben.

Stipendien an junge Ausnahme-Musiker/innen
In jedem Jahr werden Stipendien an hoffnungsvolle Talente vergeben, um auch hier junge Menschen auf ihrem Weg in der klassischen Musik zu fördern.

Förderpreise für Schüler 
2012 wurden zum ersten Mal zwei Förderpreise vergeben. Der Kunstförderverein unterstützt auf diese Weise engagierte Musikprojekte an Schulen sowie einzelne Schüler/innen bei ihrer weiteren Musikausbildung.

Musik vom Turm
Seit vielen Jahren kündigen jugendliche Turmbläser vom Turm des Kraftwerks herab den Beginn der Konzerte an. Dabei spielen sie auch Kompositionen, die eigens für SPANNUNGEN geschrieben wurden. Sie üben das ganze Jahr über unter der Leitung von Renold Quade. Die Kinderkonzerte werden von Turmbläsern der eingeladenen Schulen angekündigt.